Rosa Brennnesselsirup – wie geht das?

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Wieso wird der Sirup eigentlich so wunderbar rosa?

Die ganz frischen Brennnesselspitzen enthalten im Frühjahr einen hohen Anteil an Anthocyanen, die die Pflanze von Sonneneinstrahlung und Kälte schützt. Damit schützt sich also die Brennnessel vor zu großer Hitze und vor dem Erfrieren. Wir kennen Antycyane zum Beispiel auch aus Blaubeeren, Brombeeren und Himbeeren. 

Antocyhane sind sekundäre Pflanzenfarbstoffe (blau, rot, violett) und gelten als stark antioxidativ. Die pflanzlichen Farbstoffe sind u.a. zellschützend, entzündungshemmend und haben eine Anti-Aging-Wirkung.

Die Brennnessel ist im Frühjahr  rötlich gefärbt und die enthaltenen Anthocyane gehen rosafärbend in den Sirup über. Der Sirup erhält nur im Frühjahr seine rosafarbene Farbe.

Ich habe das nun einmal ausprobiert und habe Mitte Februar die ersten feinen Brennnesselspitzen gesammelt. Die Brennnesseln waren auch schon sehr brennfreudig. Ich habe den Sirup einen Tag lang ziehen lassen. Er ist dabei aber nicht so richtig rosa geworden wie gedacht. Er hat jedoch trotzdem einen schönen bernsteinfarbenen Ton mit einem kleinen Hauch von Rosa angenommen. Vielleicht war es noch zu früh im Jahr, ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal versuchen. Gelungen ist der Brennnesselsirup wie ich finde trotzdem und schmeckt sehr lecker.

Kommen wir nun zum Rezept:

Was braucht man
  • 0,6 l Wasser
  • 20 Brennnesselspitzen
  • 300 g Zucker
  • 1 Biozitrone in Scheiben
  • Saft einer Biozitrone
So geht es

1. Als erstes wird der Zucker mit Wasser in einem Topf erhitzt sodass er sich auflöst.

2. Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass das Zuckerwasser abgekühlt ist, bevor die Brennnesseln mit den Zitronenscheiben und dem Zitronensaft hinzugegeben werden.

3. Nun das ganze einen Tag stehen lassen.

4. Am nächsten Tag werden die Blätter durch ein Sieb abfiltern und das Wasser wird nochmal erhitzt ohne das es anfängt zu kochen. Dann wird es in sterile Flaschen abgefüllt. Die Flaschen im Anschluß noch kurz auf den Kopf stellen.

Wichtig: Wenn die Brennnesseln hinzugeben werden, wenn das Wasser noch warm ist, löst sich das Chloropyhll aus der Brennnessel und der Sud wird dadurch grünlich. Also die Brennnesseln erst dazugeben, wenn das aufgekochte Zuckerwasser erkaltet ist.

Da die Brennnessel äußerst vielseitig ist und auch als unser einheimisches Superfood bekannt ist, möchte ich hier auch noch ihre weiteren Eigenschaften aufzählen. Zudem gehört sie zu meinen absoluten Lieblingspflanzen:

  • kräftigend
  • blutreinigend
  • blutbildend
  • entzündungshemmend
  • entwässernd
  • enthält sehr viel Chloropyhll
  • hält uns lebendig
  • immunstärkend
  • antiallergen
  • schleimlösend
  • auswurffördernd
  • schweißtriebend
  • zellerneuernd
  • blutdrucksenkend
  • blutzuckersenkend
  • harnsäureausscheidend
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